Aggression - Marc Bijl, Stefan Burger, The Centre of Attention, Brice Dellsperger, Tom Ellis, Joep van Liefland, Alex McQuilkin, Laura Parnes, SIS.TM, Sündikat, Alejandro Vidal
Co-Kuratorin Dimitrina Sevova

21. Oktober - 2. Dezember 2007

Herbert Marcuse sieht in der zeitgenössischen Wohlstandsgesellschaft ein ununterbrochenes aggressives Umfeld, in der eine Lücke zwischen etablierten Existenzmodellen und den realen Möglichkeiten menschlicher Freiheit klafft: Repressive Toleranz führt zu Stress, Spannungen und Ungleichbehandlungen, die wiederum ihren Ausdruck in lokalen Konflikten finden. Menschen werden durch einen Normalitätsdruck - historisch gesehen ein gänzlich neuer und institutionalisierter Zugriff auf ihr Unterbewusstes - zu funktionierenden Konsumenten getrimmt: Normaler Körper, normale Familie, normaler Beruf, normale Liebe. Wenn die Menschheitsgeschichte als eine Anhäufung von ausgesprochener Zerstörungskraft, Grausamkeit und Aggression erscheint, so stellt sich die Frage, welche Möglichkeiten dem gegenwärtigen sozialen Subjekt oder der Gesellschaft offen stehen, um sich dieser Aggression anzunehmen. In der feindlichen Umgebung einer globalisierten, hochtechnologisierten Welt, in der wir die tagtägliche Schockbehandlung durch die Tagesnachrichten über uns ergehen lassen, und in der die Angst vor dem Ende, vor Katastrophen und Naturgewalten allgegenwärtig ist, muss dieses Phänomen irgendwie gezähmt werden. (Dimitrina Sevova)
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